Bindungsanalyse in München | Vorgeburtliche Bindungsförderung & Schwangerschaftsbegleitung

Woher kommt die Bindungsanalyse?

Die Geschichte der Bindungsanalyse nahm ihren Anfang in den frühen 1990erJahren, als Jenö Raffai in Budapest in seiner psychotherapeutischen Arbeit erkannte, wie bedeutsam die Qualität der vorgeburtlichen Beziehung für die spätere Entwicklung ist. Gemeinsam mit seinem Kollegen György Hidas entwickelten sie eine Schwangerschaftsbegleitung zur Förderung des vorgeburtlichen Mutter-Baby-Kontaktes. Sie tauften Ihren Ansatz „vorgeburtliche Bindungsanalyse“.

Was ist eine Bindungsanalyse?

Unter werdenden Müttern in Deutschland ist die Bindungsanalyse als schwangerschaftsbegleitendes Angebot noch ein Geheimtipp. Weis ich wie es meinem Baby geht und was es braucht? Weis ich was mein Baby in meinem Bauch fühlt?
Die Mutter -Kind – Bindungsanalyse ist eine Form der Schwangerschaftsbegleitung die Ihnen den Raum bietet mit sich und ihrem Baby in Kontakt zu treten. Die Bindungsanalyse ermöglicht Ihnen, lange vor der Geburt, eine tiefe Bindung zu Ihrem Baby aufzubauen. Dieser Kontakt in der Schwangerschaft unterstützt die seelische und körperliche Entwicklung Ihres Babys und baut eine Vertrautheit auf, die sich auch stärkend für die Zeit nach der Geburt auswirkt.

Wofür braucht man eine Bindungsanalyse?

Bereits im Mutterleib nimmt das Baby über das System das Unbewusste und die Gefühle der Mutter auf und ist mit Ihr verbunden. Ein ungeborenes Kind nimmt mit seinen Sinnen auf und speichert es. Es spürt, wenn die Eltern in Verbindung mit ihm oder ihr stehen. Gefühlserfahrungen während der Schwangerschaft, sowohl positive wie auch negative, werden im Gehirn als emotionales Muster abgelegt, die später vom Sprach-Ich in der linken Hälfte des Gehirns nicht mehr zugänglich sind.
Die emotionale Verfassung und das Unbewusste der Mutter spielen für das Erleben und die Entwicklung des Fötus eine entscheidende Rolle für die Mutter-Baby-Bindung. Diese Erfahrungen beeinflussen als Grundmelodie unser späteres Leben.

Für wen / wann ist eine Bindungsanalyse sinnvoll?

Auch wenn der Name dafür spricht ist die vorgeburtliche Bindungsanalye nicht als Psychotherapie gedacht, sondern als Persönlichkeitsentwicklung und individuelle Unterstützung der Mama um ihr den Aufbau einer innigen und liebevollen Beziehung zu Ihrem Baby zu erleichtern. Sie ist grundsätzlich für jede Schwangere geeignet. Es ist eine stärkende Schwangerschaftsbegleitung um sich gemeinsam auf die Geburt und Elternsein vorzubereiten. Die Geburten verlaufen mit weniger medizinischer Interventionen / Kaiserschnitten und Frühgeburten.
Vorgeburtliche Bindungsförderung ist zudem auch sehr hilfreich für Mütter, die in stressigen Lebenssituationen stehen oder durch Ängste vor der Geburt nur schwer emotionalen Zugang zum Baby finden. Dies betrifft auch werdende Mütter, die durch die Schwangerschaft verunsichert sind. Das kann aufgrund der Veränderungen, die im Körper stattfinden, passieren, oder durch die Veränderungen, die in der Partnerschaft oder im Beruf durch die Schwangerschaft entstehen, ausgelöst werden. Oftmals möchte man aber auch einfach nicht die eigenen schwierigen Erfahrungen aus vorherigen Schwangerschaften, der eigenen Geburt oder aus negativen Erlebnissen aus der Kindheit nicht an sein eigenes Baby weitergeben. Dies betrifft v.a. auch Mütter, die zuvor schon eine Fehlgeburt, eine Frühgeburt oder einen Kaiserschnitt erlebt haben.
Eine vorgeburtliche Bindungsförderung ist auch ratsam, wenn bestimmte Risiken den natürlichen Verlauf der Schwangerschaft beeinträchtigen, wie z.B. Blutungen, häufiges Erbrechen, Frühgeburtstendenzen, Entwicklungsverzögerung des Babys durch Störungen der Plazenta.
Auch negative Ereignisse, die während der Schwangerschaft geschehen, wie beispielsweise ein schwerer Verlust, können das Mutter-Baby Verhältnis beeinträchtigen. Oftmals fällt es auch Müttern, die ihr Baby durch künstliche Befruchtung empfangen haben, schwer eine emotionale Bindung zu ihrem Baby aufzubauen. In all diesen Fällen ist eine gezielte, vorgeburtliche Bindungsförderung eine geeignete Begleitung, um eine gesunde und effektive, emotionale Bindung zwischen Mutter und Baby herzustellen und zu fördern.

Wie verläuft die Bindungsanalyse?

Kennenlern-Phase

Die Bindungsanalyse beginnt in der Regel um die 20. bis 25. Schwangerschaftswoche. In den ersten zwei bis drei Sitzungen werden wichtige Ereignisse im Leben der schwangeren Frau und ihres Partners besprochen.

Babystunden

Im Mittelpunkt der Bindungsanalyse – das Herzstück – stehen die wöchentlichen Baby-Stunden. Die liegende Schwangere wird in einem Entspannungszustand begleitet. Die dann wahrnehmbaren Empfindungen ermöglichen es der Mutter sich mit ihrem Kind auf einen Austausch einzulassen.
„Wenn der Kontakt mit dem Ungeborenen hergestellt ist, beginnt die schwangere Frau, ihrem Baby innere Bilder zu schicken und öffnet sich für bildhafte Antworten vom Baby. (…) Nach einigen Sitzungen tauchen immer mehr Bilder vor dem inneren Auge oder dem inneren Bildschirm auf und der Strom an Information und Wissen über das Baby wird stärker und klarer und daraus entwickelt sich ein tiefer innerer Kontakt bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Existenz des Babys.“ (Schroth 2009)

Abschlussphase

Die Abschlussphase beginnt etwa mit der 37. Schwangerschaftswoche und besteht aus neun thematisch festgelegten Einheiten. Sie endet etwa zehn Tage vor dem errechneten Geburtstermin. Diese Phase dient einerseits dem Rückblick auf die Schwangerschaft (wobei der „Sichtweise“ des Babys ein ebenso hoher Stellenwert eingeräumt wird, wie jener der Mutter) sowie der Geburtsvorbereitung. Die Geburt wird dabei sehr konkret „durchgespielt“, wobei die Mutter dem Ungeborenen schildert, was es bei der Geburt sowie in der „Welt da draußen“ erwartet. Damit wird sowohl die Mutter auf das Gebären vorbereitet, als auch das Kind auf das Geboren-Werden.

Wie viel kostet eine Bindungsanalyse und wo findet diese statt?

Kosten

Die Stunde kostet 55,-€ für 60 Minuten.

Ort

Theraphiezentrum
Am Westpark 7
81373 München

Die Stunden sind auch online per Videosprechstunden möglich.

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